Sozialer Gartenbau - Die Idee

Der Hintergrund unseres Engagements

 

Wie bei Überlegungen zur Personalführung, der Anschaffung neuer Technik und innovativen Gartenkonzepten, gehen wir auch bei unserer sozialen Verantwortung neue Wege. Aus dem wachsenden Bewusstsein, dass all unser Handeln in immer engerem Zusammenhang mit zum Teil weit entfernten Ländern der Welt steht, entstehen neue Pflichten aber auch Chancen.

Bei der Auswahl von Material und Fremdleistungen achten wir schon seit Gründung der Firma darauf, dass wir nicht zum Nachteil Dritter handeln. So arbeiten wir ausschließlich mit Partnern zusammen, die Ihre Mitarbeiter anständig und fair bezahlen und behandeln. Bei den Baustoffen achten wir darauf, dass diese nach Möglichkeit regional und ohne die Ausbeutung von Mensch und Natur gewonnen, hergestellt und weiterverarbeitet werden. 

Jetzt wollen wir aber einen Schritt weiter gehen. In einer Welt, in der alles mit allem und jeder mit jedem verbunden ist, in einer Welt, in der es auf uns tatsächlich einen Einfluss haben kann, wenn in China ein Sack Reis umfällt, in einer solchen Welt wollen wir es selbst in die Hand nehmen, dass ein bisschen von unserem Reichtum, unserer Freiheit und unserer Sicherheit auch Menschen zugute kommt, die ein bisschen weniger Glück bei ihrem Geburtsort hatten als wir.

 

Wir Landschaftsgärtner haben das Privileg, einige Wochen oder sogar Monate im Jahr freie Zeit zur Verfügung zu haben. Jedenfalls solange es bei uns noch einen echten Winter gibt. Diese Zeit wollen wir nutzen um anderen eine Freude zu machen, zu helfen und dabei noch unseren Horizont zu erweitern.

Aus diesem Wunsch wurde die Idee zum sozialen Gartenbau geboren.

Unser Ziel ist es, jährlich mindestens ein Projekt in einem schlechter gestellten Land zu planen und durchzuführen, das den Menschen vor Ort Freude bringt und sie beim Erreichen ihrer Ziele unterstützt. Die gesamte Planungs- und Ausführungsarbeit wird von uns ehrenamtlich übernommen. Hierfür fallen also keine Kosten an.

Sinn der Projekte soll aber auch sein, von gegenseitigen Abhängigkeiten zu einer gegenseitigen Vernetzung aller Beteiligten zu gelangen. Wir kommen nicht als Heilsbringer und Gönner. Wir wollen als Fremde kommen, vor Ort zusammen mit der lokalen Bevölkerung Gärten, Spielplätze, Oasen schaffen und als Freunde wieder fahren.

 

 

Alle Mitarbeiter von Höfer Gartenbau sind eingeladen sich aktiv an der Durchführung dieser Projekte zu beteiligen. Da es viele verschiedene Aufgaben zu bewältigen gibt, hat jeder die Chance, mit zu machen. Dafür muss nicht das gesamte Team mit auf die Baustelle reisen. Ein Teil wird auch daheim gebraucht um zu planen und den Betrieb aufrecht zu erhalten. Einige Mitarbeiter bekommen aber auch die Chance, die Baustelle durchzuführen. Sie alle investieren ihre freie Zeit um unsere Idee um zu setzen.

Da wir diese Erfahrungen gerne so vielen Menschen wie möglich zuteil werden lassen möchten, freuen wir uns besonders über das Engagement von Menschen, die noch nicht bei uns arbeiten. Dabei kommt es nicht darauf an, ob Sie vor Ort selbst mithelfen wollen oder können. Es gibt viele Möglichkeiten den Sozialen Gartenbau zu unterstützen. Kommen Sie mit uns ins Gespräch!


Social Landscaping e.V.  -  Der Verein entsteht

Unser erstes Projekt haben wir mit Unterstützung von AmandlaEdufootball e.V. durchgeführt. Schon damals war aber klar, dass wir unsere Aktivitäten bald auf eigene, unabhängige Füße stellen müssen und wollen, um eine nachhaltige Organisation zu schaffen, die größere und langfristigere Projekte organisieren und einen größeren, positiven Einfluss haben kann.

Dazu haben wir im Sommer 2021 den Verein Social Landscaping e.V. gegründet. Die Gründer setzen sich aus Mitarbeitern, Kunden und Mitinitiatoren des Projekts in Südafrika zusammen. Wir sind stolz darauf zwei Anwältinen, einen Experten für Non-Profit-Arbeit sowie zwei Meister Garten- und Landschaftsbau und zwei Gesellen Garten- und Landschaftsbau in dieser Gruppe zu haben.

So sind wir bestens aufgestellt um die nächsten spannenden Projekte zu organisieren und durchzuführen.

Unsere Projekte 2021/22

Manacare Center, Sri Lanka 2021/2022

Nach längerer Pause wollen wir im kommenden Winter wieder starten und das Leben vieler Menschen ein Stückchen verbessern. Dafür haben wir uns dieses Mal ein Projekt in Sri Lanka im indischen Ozean ausgesucht. Dort kümmert sich eine Britin schon seit vielen Jahren um benachteiligte Menschen. Vor allem um blinde und taubstumme Kinder, die in der Gesellschaft nur wenig Unterstützung bekommen. Die Manacare Foundation ist aber ganz allgemein eine Anlaufstelle für Menschen aus den umliegenden Dörfern, die durch das gesellschaftliche Raster fallen. So werden dort auch körperlich eingeschränkte und behinderte Menschen betreut und wenn möglich behandelt. Alleinerziehende und arbeitslose Frauen, viele von Ihnen noch Opfer des Tsunami von 2004, kommen dort hin um Seifen, Cremes und Taschen herzustellen, die dann an Touristen und Hotels verkauft werden. Dieser Markt ist aktuell durch die Pandemie komplett weggebrochen.

Joy, so heißt die Dame vor Ort, kümmert sich mit Hingabe auch um diejenigen Kinder, die nicht schwimmen können. In einem Land, das komplett von Wasser umgeben ist, ist das eine äußerst wichtige Aufgabe. Zumal für viele das Meer, durch den Tsunami, zum Feind geworden ist. So gibt es sogar Fischer, welche wochenlang auf ihren Booten auf dem Meer unterwegs sind, die nicht schwimmen können. 

Dieses Engagement finden wir so unterstützenswert, dass wir gerne unsere Kraft und unser Können dafür nutzen, Joy und ihren Schützlingen kräftig unter die Arme zu greifen und sie einen großen Schritt voran zu bringen. 

Die Planungen haben begonnen und einige unserer Mitarbeiter sind schon Feuer und Flamme. In welchem Umfang wir helfen können, hängt maßgeblich von den finanziellen Mitteln ab, die uns für dieses Projekt zur Verfügung stehen. 

 

Der wohl wichtigste Teil ist die blindengerechte Gestaltung eines Teilbereichs des Geländes auf dem all die Aktivitäten stattfinden. Es sollen Beete mit duftenden Stauden entstehen, die sowohl das Leben der Blinden bereichern, als auch als wichtige Zutaten für die Herstellung von Kosmetika dienen sollen. Alles soll so angelegt werden, dass es auch für Rollstuhlfahrer gut zu erreichen ist. 


Barfußweg  für das Heilpädagogische Zentrum Ruhpolding

 

 

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Sinnvolle liegt so nah?

Darauf gibt es viele Antworten. Eine ist jedoch: was im Ausland ausgezeichnet funktioniert, sollte bei uns mindestens genauso gut machbar sein.

 

So war es für uns selbstverständlich die Anfrage des HPZ aus Ruhpolding anzunehmen und dort für die rund 100 Kinder, mit zum Teil starken körperlichen und geistigen Einschränkungen, den gewünschten Barfußweg zu planen. Wir wollen den Beweis erbringen, dass es überall auf der Welt ähnliche Herausforderungen gibt, die wir angehen können.

 

Florian Reitberger, ein bekannter Extremsportler engagiert sich, indem er die ehemals innerdeutsche Grenze mit dem Fahrrad abfährt und dadurch Sponsorengelder sammelt, die der Erweiterung des Spielplatzes des HPZ zugute kommen. 

Ursprünglich war gedacht, dass wir einen Teil der zum Bau des Barfußwegs benötigten Zeit an das HPZ spenden und dadurch den Bau erst möglich machen. Das Material und den anderen Teil der Arbeitszeit wollten wir aus den Spendengeldern finanzieren.

 

Schnell kam aber der Gedanke in unserem Team auf, die Aktion komplett ohne Inanspruchnahme der Gelder durchzuführen. Eine Lösung dafür war recht bald gefunden:

durch eine eigene Firmenradltour, für die sich jeder Fahrer einen Sponsor sucht, der pro gefahrenen Kilometer einen festgelegten Betrag zahlt, werden wir genug Geld für das benötigte Material „einfahren“. Die Arbeitszeit spendieren alle Beteiligten. So entstehen bei uns keine Kosten und wir können sogar noch selbst etwas Geld für das Projekt mitbringen.

 

Wir planen deshalb am 26.6. eine längere Tour durch den Chiemgau. Statt Grenzen abzufahren, stärken wir unseren Teamgeist und freuen uns, etwas zum Gelingen dieses Projekts beitragen zu können.

 

 

Nach erfolgreicher Fahrradtour haben wir an zwei Tagen den Großteil der Arbeiten für den Barfußweg erledigt. Alle hatten große Freude am Bau und wir wurden bestens versorgt.

Entstanden ist ein ca. 43m langer Weg in Form einer doppelten Acht. Er ist mit 16 unterschiedlichen Materialien befüllt, die alle unterschiedliche Wirkungen auf die Fußsohlen der Kinder haben.


Unser Projekt 2019

Die Umsetzung des Projekts in Kapstadt 2019

Einsatz unseres Teams vor Ort im Township in Kapstadt

Voller EInsatz vor Ort in Gugulethu/Kapstadt

Das Video zum fertigen Projekt

Arbeit vor Ort

Die Plattform, für einen guten Überblick, entsteht

 

Trainings- und Entspannungsort in Kapstadt

 

Für ein erstes Modellprojekt für die oben beschriebene Idee haben wir uns das Safe-Hub von Amandla im Township Gugulethu in Kapstadt herausgesucht. Bevor wir Ihnen das geplante Umsetzungskonzept vorstellen, wollen wir kurz skizzieren, warum es ausgerechnet dieser Partner sein soll, mit dem wir bei der Organisation zusammen arbeiten wollen.

 

Um ein landschaftsgärtnerisches Projekt dieser Dimension, geplant ist ein Budget zwischen 20.000 und 30.000 € und eine Ausführungszeit von ca. drei Wochen, an einem weit entfernten Ort durchführen zu können, braucht man vor allem einen sehr zuverlässigen Partner vor Ort. Dieser muss aber auch die Kraft haben, monatelange Planungen und die Organisation von Gärtnern, Material und Maschinen, Genehmigungen und sonstige Bürokratie schultern zu können. Diesen Partner zu finden ist die Grundvoraussetzung um mit den uns anvertrauten Geldern ideal und zielführend wirtschaften zu können.

 

Da wir Amandla seit einigen Jahren kennen und sie seit längerem unterstützen, haben wir mit dieser Organisation einen Partner gefunden, der uns und dem wir voll vertrauen. Amandla ist in Südafrika mit ihren Bildungs- und Sportprojekten eine sehr angesehene Institution mit einem großen Netzwerk an Partnern vor Ort und Unterstützern weltweit.

 

Weitere Gründe, ein solches Vorhaben in Südafrika durchzuführen, sind sowohl die stabile politische Lage als auch das Klima, das uns ein störungsfreies Arbeiten um diese Jahreszeit ermöglicht.

 

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich etwas Zeit nehmen und den Internetauftritt von Amandla besuchen. Dort gibt es viele Informationen zu den verschiedenen Projekten.

 

 

 

Das Konzept - Training und Entspannung an einem Ort

 

In der Projektfindungsphase baten wir die Verantwortlichen bei Amandla uns zu skizzieren, welche Funktionen der Aussenbereich des Safehubs Gugulethu idealerweise haben sollte. Auf dieser Grundlage haben wir ein Konzept entwickelt, das wir hier vorstellen wollen:

 

Das Angebot von Amandla an die Kinder und Jugendlichen in den Townships Südafrikas basiert auf dem Teamsport Fußball. Durch ihn können viele Werte wie Respekt, Pünktlichkeit, Fairness usw. spielerisch vermittelt werden. Ein Spiel kann nur als Team gewonnen werden. Der Einzelne muss sich eingliedern und manchmal auch unterordnen um dieses Ziel erreichen zu können. Um das pädagogische Potential weiter ausbauen zu können, wünscht sich Amandla einen Bereich abseits des Fußballfeldes aber in unmittelbarer Nähe zum Safehub, auf dem entsprechende "Wertevermittlungseinheiten" in kleinen Gruppen und im Schutz des Safehubs durchgeführt werden können. 

Zusätzlich soll der Bereich aber auch der Entspannung und dem freien Spiel dienen. Idealerweise sollen sich Kinder und Jugendliche dort aber auch individuell und gewaltfrei miteinander messen können. Es soll zusammen gekocht, gegessen und gelacht werden.

Obwohl das doch einige Funktionen sind, die idealerweise unter einen Hut gebracht werden sollen, haben wir in Zusammenarbeit mit Amandla einen Entwurf und ein Konzept entwickelt, das wohl all diesen Ansprüchen gerecht wird.

 

Zum besseren Verständnis haben wir die Ideen in einzelne Funktionsbereiche gegliedert. Bei den Ideen unten handelt es sich um die "Vollversion". Sollten wir genügend Spenden zusammenbekommen, wird all das gebaut. Je nach verfügbaren Mitteln werden aber einzelne Bereiche oder Teile davon nicht ausgeführt.

 

 

 

Funktionsbereich Chill-Out-Area

 

Für die Chill-Out-Area wird ein Seecontainer umgebaut werden. Dieser soll zum einen als Eingang in den Gartenbereich dienen, zum anderen soll darin eine gemütliche Leseecke entstehen, welche mit Regalen für Bücher und Spielsachen abgeschirmt wird. Auf dem Container soll ein Dachgarten entstehen, der als grünes Café genutzt wird. Durch seine Lage entsteht bei der erhöhten Terrasse ein Innenhof, welcher als gemütliche Sitzecke und als Zugang zur Dachterrasse genutzt wird. Im Container wird auch ein Soundsystem integriert, sodass bei Events für gute Stimmung gesorgt werden kann.

 

Durch die Dachterrasse sollen die Jugendlichen einen anderen Blickwinkel und so einen vergrößerten Horizont bekommen, um sich so der flachen Ebene der Townships entziehen zu können.

 

 

Funktionsbereich Bäume

 

Eine Pflanzung mehrerer großer Bäume soll eine grüne Oase bilden, ein angenehmes Klima schaffen und die Möglichkeit bieten, die Wohlfahrtswirkung der Natur zu nutzen, sie zu erkunden und von ihr zu lernen. Außerdem soll den Kindern ein respektvoller Umgang mit der Natur vermittelt werden.

 

Zentrales Objekt ist eine erhöhte Plattform mit Sitzbereich und einer großen Hängematte (dem
Hang-out). Hier kann man sich in den Baumkronen nach einem anstrengenden Fußballspiel ausruhen und ein kleines Nickerchen machen. Auf der Plattform befindet sich optional der Startpunkt für eine Seilbahn, sowie ein Boulderbereich darunter, so dass Sport und Spaß nicht zu kurz kommen.

Durch das Bouldern können die Kinder und Jugendlichen lernen, schwierige Probleme zu meistern und nach Rückschlägen es immer wieder neu zu versuchen. Außerdem entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, da sich die Kletterer austauschen können und gemeinsam eine Lösung für das Boulderproblem finden können. Gleichzeitig können Sie sich gegenseitig unterstützen und wertvolle Tipps geben.

Die Seilbahn soll die Kinder dazu bringen, ihre Ängste zu überwinden und Selbstvertrauen aufzubauen und nebenbei macht es auch noch riesig Spaß. Der Wald und der Aufenthalt in den Baumwipfel soll die Wiege der Menschheit in Afrika symbolisieren und ein Zeichen dafür sein, dass wir alle eine gemeinsame Vergangenheit haben und so eine Verbindung zwischen verschiedenen Kontinenten, Ländern und Townships schaffen.

 


 

 

Funktionsbereich Spielplatz

 

Der Spielplatz unterteilt sich in zwei Bereiche:

Der erste Bereich ist ein klassischer Spielbereich mit Schaukel, Wippen, Rutsche und Trampolin. Hier sollen ebenso Outdoor-Instrumente und eine Malwand ihren Platz finden, um die Kreativität zu fördern, sowie ein Geschicklichkeitsspiel und Platz für verschiedene Spiele wie Riesen-Jenga und Wikinger-Schach vorhanden sein.

Sicher wird es beim Spielen hin- und wieder zu Konflikten kommen, hier sollen die Kinder lernen gewaltlos und mit guter Kommunikation eine Lösung zu finden.

Der zweite Bereich besteht aus einem Hindernisparcours mit Wackelbalken, einem Seil zum Schwingen und Ringe zum Entlanghangeln, Balken zum Springen und Balancieren, eine Slackline, eine Wand, die es zu überwinden gilt, sowie eine wacklige Hängebrücke. Außerdem müssen Reifen durchklettert werden.

Hier wird man auch nach einer rasanten Fahrt mit der Seilbahn ankommen.

Die Abenteurer können hier ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen und ihren Gleichgewichtssinn trainieren und dabei ihr Selbstvertrauen stärken. Außerdem sollen einige Elemente nur gemeinschaftlich überwunden werden können, um so den Teamgeist zu stärken. Im Hindernisparcours kann auch gewetteifert werden, wer ihn als Erstes überwunden hat.

 

 

 

Funktionsbereich Dining- und Workshop-Area

 

Hier soll aus dem Rahmen eines Seecontainers ein überdachter Sitzplatz entstehen der mit seinem Holzdach wertvollen Schatten spendet. Außerdem soll eine begrünte Pergola aus Stahlseilen den Sitzplatz erweitern und so genügend Platz für eine lange Tafel bieten, um gemeinschaftlich essen oder Workshops abhalten zu können.

 

Die Dining-Area soll ein Ort der Begegnung sein und durch ihre Ausrichtung den Bahnhof, der die Grenze zwischen den beiden Townships bildet, widerspiegeln.

 

 

 

Funktionsbereich Braai Place

 

Ein großzügiger Bereich, wie ein afrikanischer Dorfplatz, zum Kochen, Tanzen und Feiern. Der Sitzbereich im Amphitheater-Charakter kann auch als Tribüne für Vorträge oder als Klassenzimmer im Grünen genutzt werden. Im Zentrum steht ein großer Braai-Grill der zur Zubereitung von typisch afrikanischen Köstlichkeiten dient. Der Dorfplatz soll von Pavillons im Stil von afrikanischen Hütten eingerahmt sein. Außerdem sollen einzelne Tische und Stühle vorhanden sein, die bei Bedarf weggeräumt werden können. Ein Zaun aus Holzpfosten soll den Look des afrikanischen Dorfplatzes vollends abrunden.

 

 

 

Funktionsbereich Pflanzen

 

Eine aufregende und abwechslungsreiche Bepflanzung aus einheimischen und fremdländischen Pflanzen. Sträucher und Stauden aus aller Welt sollen mit Steinhäufen, Totholzhäufen und Vogelnisthilfen eine kleine Oase in mitten der Townships erschaffen und so ein tier- und pflanzenreiches Ökosystem entstehen lassen. Unter den Pflanzen soll ein großer Anteil an essbaren Pflanzen sein, sodass frische Kräuter, Früchte und Blüten zum Kochen geerntet werden können. Außerdem sollen Pflanzen enthalten sein, die einen hohen Spielwert haben oder zum Basteln geeignet sind.

Die Symbolik dahinter soll wieder ein Miteinander und eine Gemeinschaft mit unterschiedlicher Herkunft wiederspiegeln, sowie die Wertschätzung der Natur lehren. Außerdem soll den Kindern und Jugendlichen der Wandel und die Schönheit der Natur anschaulich verdeutlicht werden. Die Bepflanzung soll ebenso eine Hommage an das Cape Floral Kingdom sein, welches eines der artenreichsten Gebiete der Welt ist.

 

 

 

Funktionsbereich Sport 

 

 

Der Sportbereich wird wie ein Zirkeltraining aufgebaut und wird Elemente des Calisthenics und Crossfit enthalten. Hier soll ein Outdoor-Fitnessstudio entstehen, in dem von Klimmzügen und Dips über Übungen mit der Kettlebell oder einen schweren Reifen auch Körperübungen wie Handstand, Liegestütze oder Kniebeugen trainiert werden können. Außerdem soll ein Boxsack angebracht werden, um Aggressionsspitzen abzubauen.

Die Kinder und Jugendlichen können hier ihre Kraft und Ausdauer trainieren und dadurch ihre Leistungen im Fußball verbessern. Darauf aufbauend kann auch der Zusammenhang von Leistung und gesunder Ernährung geschult werden. Zudem wirkt sich der Sport positiv auf das Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen aus.

Ziel ist es dabei, dass sich erfahrenere Jugendliche um die Jüngeren kümmern und Tipps bzw. Hilfestellung geben. Hierdurch wird auch das Verantwortungsgefühl gestärkt. Ebenso können gute Freundschaften entstehen und so Grenzen zwischen den Townships aufgelöst werden.

Außerdem soll im Sportbereich die Möglichkeit zum Auspowern gegeben werden, um von der entspannenden Wirkung des Kraftsports zu profitieren und gleichzeitig die Disziplin zu stärken.

 

 

All diese Arbeiten werden mit Landschaftsgärtnern und Helfern vor Ort ausgeführt. Wir wollen unser Wissen und Können an sie weitergeben und dafür sorgen, dass sie all das, was dort zusammen entsteht, erhalten können.